Das Ameisenvolk der Art Camponotus nicobarensis stellt sich vor…

Camponotus nicobarensis ist eine in Süd- und Südostasien beheimatete Rossameise, die bei Ameisenhaltern wegen ihrer Toleranz und ihres farbenfrohen Aussehens sehr beliebt ist. Die Arbeiterinnen erreichen eine Größe von 6 bis 12 mm und zeichnen sich durch eine polymorphe Erscheinung mit gelbbraunen bis rotbraunen Färbungen aus.   Der Grund für die Verfärbung des Gasters (Hinterleibs) liegt in der Kombination aus der Transluzenz ihres Körpers und der Physogastrie. Wenn die Ameisen große Mengen Flüssigkeit aufnehmen, dehnt sich ihr Kropf (ein sozialer Magen, auch „jabot social“ genannt) stark aus, wodurch der Gaster transparent wird und die Farbe des aufgenommenen Inhalts sichtbar wird. Dieses Phänomen wird Physogastrie genannt. Füttert man sie also mit gefärbtem Zuckerwasser, schimmert die jeweilige Farbe – sei es Rot, Blau oder Gelb – deutlich durch die dünne Gasterwand hindurch.   Dieser Effekt ist ein faszinierendes Schauspiel und ein beliebtes Experiment in der Ameisenhaltung, das die Transluzenz und die Fressgewohnheiten dieser Art auf eindrucksvolle Weise zeigt.