ADAC-Verkehrserziehungsaktion begeistert die 5. Klassen der Kastulus-Realschule Moosburg

Wie schnell ein Auto tatsächlich zum Stehen kommt und warum schon wenige Sekunden Unaufmerksamkeit schwerwiegende Folgen haben können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen der Kastulus-Realschule Moosburg bei der ADAC-Verkehrserziehungsaktion „Hallo Auto“. Unter der Leitung von ADAC-Moderator Daniel Stock wurde Verkehrssicherheit nicht nur erklärt, sondern eindrucksvoll erlebbar gemacht. Auf der eigens abgesperrten Anton-Nagl-Straße konnten die Kinder zunächst selbst ausprobieren, wie weit sie nach einem Sprint bis zum Stillstand benötigen. Anschließend wurde ihnen verdeutlicht, dass Fahrzeuge aufgrund der Reaktionszeit des Fahrers zunächst ungebremst weiterfahren, bevor überhaupt der eigentliche Bremsvorgang einsetzt. So wurde anschaulich vermittelt, dass sich der Anhalteweg aus Reaktions- und Bremsweg zusammensetzt. Besonders spannend wurde es, als die Schülerinnen und Schüler den Anhalteweg eines mit 50 km/h fahrenden Autos schätzen sollten. Mit Pylonen markierten sie ihre Vermutungen am Fahrbahnrand – doch die Realität überraschte viele: Selbst bei einer Vollbremsung kam das Fahrzeug deutlich später zum Stehen als erwartet. Noch eindrucksvoller fiel der Vergleich auf nasser Fahrbahn aus, deren Bewässerung erneut von der Freiwilligen Feuerwehr Moosburg übernommen wurde. Die deutlich längere Bremsstrecke machte allen bewusst, welchen Einfluss Witterung und Straßenverhältnisse auf die Verkehrssicherheit haben. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war für viele die Mitfahrt im ADAC-Fahrzeug. Als Beifahrerinnen und Beifahrer erlebten sie eine Vollbremsung aus nächster Nähe und konnten die dabei auftretenden Kräfte unmittelbar spüren. Gleichzeitig wurde deutlich, wie unverzichtbar der Sicherheitsgurt und gegebenenfalls auch eine Sitzerhöhung für den Schutz aller Fahrzeuginsassen ist. Neben den praktischen Übungen sensibilisierte Daniel Stock die Kinder auch für die Gefahren von Ablenkungen im Straßenverkehr. Ob Smartphone, Musik oder Gespräche – bereits kurze Momente der Unaufmerksamkeit können den Anhalteweg entscheidend verlängern und gefährliche Situationen entstehen lassen.