Der Prüfungsjahrgang der Kastulus-Realschule wurde am 24.07.2026 in der voll besetzten Moosburger Stadthalle feierlich verabschiedet. Schwungvoll eröffnet wurde die Entlassfeier durch die Bläsergruppe der Realschule, Kastulus Brass, unter der Leitung von Martin Neubauer. Auch viele der Absolventinnen und Absolventen waren Teil dieser Gruppe und bedankten sich nach dem letzten Lied emotional bei ihrem Lehrer, der sie auch in Pandemiezeiten zusammenhielt.
Als Vertreterin der Landrätin sprach Maria Lintl das erste Grußwort des Nachmittags, in dem sie zunächst angesichts des beeindruckend großen und klanggewaltigen Ensembles ausdrücklich die Bedeutung des Musikspielens herausstellte. Sie betonte den Wert des Realschulabschlusses und bedankte sich bei der Schulfamilie für die Begleitung der Absolventinnen und Absolventen.
Für Bürgermeister Max Mader war die Begrüßung vor ca. 700 Festgästen eine besondere Premiere, denn er erinnerte daran, dass er selbst 2002 in der Kastulus-Realschule seinen Realschulabschluss abgelegt hatte und deswegen einen besonderen Bezug zu der Schule habe. Den Jugendlichen gab er mit auf den Weg, sich aufgeschlossen für Neues zu zeigen und gleichzeitig heimatverbunden zu bleiben.
Als Vertreterin des Elternbeirats erinnerte Birgit Lackermayr an das schwierige Anfangsjahr des Jahrgangs, das mitten in die Coronapandemie fiel. Emotional wurde die Rede auch deswegen, weil Frau Lackermayr neun Jahre im Elternbeirat war und dies – nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer jüngeren Tochter – auch gleichzeitig das Ende ihrer Amtszeit sei. Sie betonte den Wert einer harmonischen Schulfamilie und erinnerte daran, wie aufwendig die Zeit des Distanzunterrichts für die ganze Familie war. Ella Dorn, Schülersprecherin und ebenfalls Absolventin, bedankte sich in ihrer Rede bei Eltern, Mitschülern und Lehrkräften für die intensive, aber schöne Zeit. Sie erinnerte auch an die Anfangszeit, in der sich die Klassen nur mit Masken sahen. Wehmütig sagte sie, sie habe zwar viel in der Schule gelernt, aber nicht, wie man sich verabschiede.
Im zweiten Teil der Feier war die Schulband Khaos unter der Leitung von Frau Kroner für die Musik zuständig. Auch hier spielten und sangen fünf Schülerinnen aus den 10. Klassen mit, die deswegen auch in der Band verabschiedet worden sind.
Schulleiter Wolfgang Korn erinnerte in seiner Ansprache mit einigen Bildern ebenfalls an das ungewöhnliche erste Schuljahr und stellte heraus, dass das Ende ähnlich ungewöhnlich war, da die jüngste Hitzewelle genau in die Abschlussprüfungszeit fiel und beim Unwetter in Moosburg Wasser in den Prüfungsraum gelaufen ist. Er lobte den Jahrgang, weil sich besonders viele der Jugendlichen für die Schulgemeinschaft engagiert hätten. Am sehr persönlichen Beispiel eines Flüchtlingskinds, das in der schulartunabhängigen Deutschklasse unterrichtet wird, warb er für Empathie und Mitgefühl, was das Schicksal anderer Menschen angeht, egal woher sie kommen.
Vor der Zeugnisübergabe wurde Frau Irene Mäurer nach 44 Jahren Schuldienst verabschiedet. Herr Korn bedankte sich bei ihr für ihr wertvolles Engagement als Fachoberlehrerin für Haushalt und Ernährung.
Am Ende erhielten die Absolventen der sechs 10. Klassen ihre Abschlusszeugnisse. Sowohl die Klassenleitungen als auch die Schüler aus den jeweiligen Klassen fanden sehr wertschätzende Worte für die gemeinsame Zeit an der Schule. Nachdem das letzte Zeugnis überreicht worden ist, wurde ein Video der 10. Klassen vorgespielt, in dem sich alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs mit einem Autogramm verabschieden.
Am Ende der Veranstaltung wurden zunächst Sophia Thalhammer, Ella Rasch und Florian Kloidt vom Förderverein der Schule für ihr außergewöhnliches soziales Engagement über viele Jahre hinweg und in unterschiedlichen Bereichen geehrt.
Auch die Lehrkräfte, die die Schüler/-innen in ihrem sozialen Engagement begleiten, erhielten von Frau Ulrike Reichelt, Vorsitzende des Elternbeirats, ein Geschenk.
Zum Abschluss des Festakts ehrten Bürgermeister Mader und Schulleiter Korn die Jahrgangsbesten. Korn betonte, dass es diesmal schwer gewesen sei, eine Grenze zu ziehen, weil so viele Schülerinnen den gleichen hervorragenden Schnitt hatten, sodass man kurzerhand deutlich mehr Schülerinnen ehrte als sonst.
Die Besten des Jahrgangs sind Ella Rasch (1,09), Annalena Emslander (1,17), Lena Hobmeier (1,17), Angelina Jacobeit (1,17), Magdalena Sellnow (1,17), Lucia Winner (1,17), Wiktoria Polis (1,18), Raja Ruppert (1,18), Johanna Hirsch (1,25), Marie Löbel (1,25) und Antonia Stürzer (1,25).