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Ganz offiziell: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Wer jetzt den Bau 1 der Kastulus-Realschule betritt, kann es ganz offiziell lesen. In fettgedruckten Lettern steht es schwarz auf weiß und weiß auf schwarz geschrieben: Wir sind eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Das heißt, dass unsere gesamte Schulfamilie sich gegen Diskriminierung, Gewalt und Mobbing ausspricht, und dies auch nach außen zeigen will. Doch wie kam es dazu? Diesen Titel bekommt man ja natürlich nicht einfach so verliehen. Zunächst benötigt man nämlich 70% der Unterschriften der gesamten Schulfamilie. Daher hat bereits im Herbst letzten Jahres die Klasse 9e unter der Leitung von Herrn Steckenbiller und Frau Wild angefangen Unterschriften von den anderen Klassen, Lehrkräften, Personal und Elternbeirat für diese Aktion zu sammeln. Doch das war noch nicht alles. Auch ein offizieller Pate, der für unsere Schule die Patenschaft übernimmt, musste dazu gefunden werden und erfreulicherweise hat sich die bekannte Buchautorin Rita Falk dazu bereit erklärt, dieses Amt zu bekleiden und unsere Schule bei diesem Projekt damit zu unterstützen.
Doch es blieb nicht nur bei Unterschriften. Schnell entwickelte sich diese Aktion zum Selbstläufer und auch andere Lehrkräfte und Klassen beteiligten sich rege an diesem Projekt. Es wurden Dachziegel nach dem Schulmotto bemalt, ein eigener Text auf das Lied "Schrei nach Liebe" von der Gruppe "Die Ärzte" gegen Rassismus von einer Klasse verfasst und Plakate gegen Rassismus entworfen. Schüler und Lehrer unterstützten das Projekt, beteiligten sich daran und halfen mit. Am 23. Mai war es endlich soweit: Die Arbeit hatte sich gelohnt und unserer Schule wurde offiziell der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen. Um 11.45 Uhr startete der feierliche Festakt in der Moosburger Stadthalle, zu welchem auch die neunten und zehnten Jahrgangsstufen, die Lehrkräfte, der Elternbeirat, der Förderverein, Vertreter der Presse und Frau Rita Falk geladen waren. Bereits das musikalische Rahmenprogramm unter der Leitung von Herrn Neubauer und Herrn Schönfelder ließ erahnen, dass diese Titelverleihung etwas Besonderes ist. Reden untermauerten die Wichtigkeit eines solchen Projekts in der heutigen Zeit und der selbstgeschriebene Liedtext gegen Rassismus wurde "uraufgeführt". Und auch Frau Rita Falk, welche extra zur Titelverleihung gekommen war, war von so viel jugendlichem Engagement ganz gerührt. Nachdem uns offiziell der Titel "überreicht" worden war, versammelten wir uns draußen und ließen Luftballons steigen, um dem Festakt einen würdigen Abschluss zu geben. Im kleinen Rahmen wurde anschließend noch ein Ginko-Baum gepflanzt, dem die bereits erwähnten bemalten Dachziegel zukünftig als Umrandung dienen sollen. Denn unser Projekt soll genau wie der Baum Wurzeln schlagen und weiter wachsen.
Wer jetzt den Bau 1 betritt und das Schild sieht, soll hoffentlich stets die Courage haben, gegen Diskriminierung, Mobbing und Rassismus vorzugehen. Denn wenn dieses Projekt etwas gezeigt hat, dann dass unser Schulmotto nicht nur nette Worte sind, sondern es funktioniert wirklich: Wir leben Schule gemeinsam.