...:::Schuljahr 2019/20:::...
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Eine kleine Weihnachtsgeschichte
Chemieshow für die 5. Klassen
Acht Schüler der neunten Klassen trafen sich zusammen mit ihrer Chemielehrkraft M. Polz an mehreren Nachmittagen, um chemische Versuche einzustudieren. Diese führten sie im Rahmen einer selbst geschriebenen Weihnachtsgeschichte, die von zwei Schülern der sechsten Klasse vorgelesen wurde, am 20.12.19 für jede 5. Klasse vor.


Der Berufsinformationstag der Kastulus Realschule
- organisiert vom Elternbeirat der Schule -
im Spiegel der Presse:



Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern, die bei den bayernweiten Jahrgangsstufentests besonders gut abgeschnitten haben. Die Jahrgangsbesten haben von der Schulleitung eine Urkunde und einen Büchergutschein von „Barbaras Bücherstube“ erhalten.

Die besten Ergebnisse hatten:

  • Markus Herker (Deutsch – 6. Klassen)
  • Dominik Aicher, Jonathan Altmann, Markus Herker, Philipp Kirchhoff (Mathematik – 6. Klassen)
  • Marlene Eckert (Englisch – 7. Klassen)
  • Veronica Benesch (Mathematik – 7. Klassen)

>> Mehr Infos ...
Elf Leute auf 80 Quadratmeter
Zeitzeuge Diether Sieghart berichtet von Flucht und Vertreibung

Von rund zwölf Millionen deutscher Staatsbürger und deutschsprachiger Minderheiten, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Hei-mat im Osten verlassen mussten, kamen knapp zwei Millionen nach Bayern, jeweils mit individuellen historischen Wurzeln und spezifischen Erlebnissen aus Flucht und Vertreibung. Einer davon, Diether Sieghart, berichtete in den 10. Klassen der Kastulus-Realschule klar und anschaulich von seinen Erlebnissen aus dieser Zeit. Geboren 1934 in Petershofen/Petrkovice, das heute auf tschechischem Staatsgebiet liegt, verbrachte er bis zum Einmarsch der Deutschen eine behütete Kindheit. Bombenangriffe, Aufenthalte im Luftschutzkeller, Indoktrination durch die Nationalsozialisten - einige Schlaglichter, von denen der mittlerweile 85-jährige berichtete. Er, seine vier Geschwister und die Mutter wurden im Winter 1944 in den West-Sudetengau evakuiert, da sie keine tschechischen Staatsbürger werden wollten. Erst als sein Vater, der bei der Abwehr eingesetzt war, mit Konzentrationslager drohte, setzten die Tschechen die zuvor entwendeten Heiztungsschläuche wieder ein und die Abreise konnte mit beheizten Wagons erfolgen. Zwei Jahre später ging es weiter nach Deutschland. "Wer in den Westen kam, der hatte Glück", so Diether Sieghart. Die Reise Richtung Westen war alles andere als ein Vergnügen: In Viehwagons ging es "heim ins Reich" und auf die "Begleitung" durch die russische Armee und den tschechischen Mob hätte jeder gerne verzichtet. Die erste Station auf bayerischem Boden war Dachau, bevor es nach Freising weiterging. Anschaulich schilderte er, wie Bauern aus Moosburg mit Traktoren und Fuhrwerken vor den Schlüterhallen auf die Flüchtlinge warteten. Ein feuchtes Quartier am Viehmarktplatz war dann das erste "richtige" Zuhause in der Drei-Rosen-Stadt. Der Vater war wenige Tage vor Kriegsende bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen, so dass die Mutter mit Kindern und Verwandtschaft dort wohnte - elf Leute auf 80 Quadratmetern. Ähnlich wie heute war die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung unterschiedlich ausgeprägt, aber der Bildungswille bei Diether Sieghart vorhanden: Drei Wochen nach seiner Facharbeiterprüfung absolvierte er erfolgreich das Abitur am Domgymnasium. Die Jugend- und Kulturorganisation GYA (German Youth Activities) nahm im Leben des Jugendlichen einen wichtigen Platz ein. Über die Jugendlichen wollten die Amerikaner der deutschen Bevölkerung Demokratie und den "American Way of Life" näherbringen. Es gab dort verschiedenste Sportangebote wie Boxen, Softball und Baseball, Klettern und Kunstradfahren. Zudem Sprachkurse und Fotolabors mit kompletter Einrichtung, Werkstätten für Flugzeug-Modellbau, Holz- und Textilarbeiten, einen literarischen Zirkel und Filmvorführungen. Wenn es nicht geläutet hätte, dann hätte der Referent noch länger als die neunzig Minuten von seinen Erlebnissen erzählt - die Zehntklässler hörten nämlich gebannt zu und bekamen von einem Zeitzeugen ein anschauliches Bild der ersten Nachkriegsjahre

Markus John

Engagiert über den Unterricht hinaus - Kastulus-Realschule bekommt Auszeichnung

Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder verlieh dieser Tage der Kastulus-Realschule eine Urkunde für überdurchschnittliches Engagement. Lobend erwähnte er, dass es seit mehreren Jahren eine Chor- und Bläserklasse gäbe, die bei den verschiedensten Anlässen ihr Können zeigen. Die Schülerfirma oder die Theatergruppe seien genauso wie die Organisation des Spendenlaufes Beispiele, dass neben der Wissensvermittlung auch das Engagement darüber hinaus an dieser Schule gelebt werde. Schulleiter Wolfgang Korn nahm stellvertretend für die Schüler, Lehrer und Elternbeiräte, die in großer Zahl anwesend waren, die Urkunde entgegen. Denn auch, so Herr Kürzeder weiter, der Einsatz des Elternbeirats verdiene Anerkennung, weil der von ihm organisierte Berufsinformationstag weit über Moosburg bekannt sei.